8
Mrz
2007

Der 8. März

Heute sind alle Zeitungen voll vom Thema
"Internationaler Frauentag".

Morgen nicht mehr.

Daher hier ein Text dazu aus der Tagesschau.de
damit er auch noch länger nachzulesen ist.

Der 8. März: Internationaler Frauentag


Die Wurzeln der über 90-jährigen Geschichte des Internationalen Frauentages liegen bei den Sozialistinnen des beginnenden 20. Jahrhunderts - allen voran der deutschen Sozialistin Clara Zetkin (1882 - 1910). Sie forderte beim II. Kongress der Sozialistischen Internationale 1910 in Kopenhagen die Einrichtung eines jährlichen internationalen Frauentags - ein Tag, an dem weltweit die Frauen für ihre Rechte demonstrieren sollten.
"Keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte", wie Zetkin damals in der sozialistischen Frauenzeitschrift "Die Gleichheit" zu ihrer Frauentags-Forderung erklärte.

Ein Jahr später, am ersten Internationalen Frauentag 1911, gingen in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz die Frauen auf die Straßen und forderten vor allem eins: das Frauenwahlrecht.
Denn außer in Finnland durften Frauen 1911 in keinem europäischen Land ihre Stimme abgeben, auch in den USA nicht. Dem weiblichen Teil der deutschen Bevölkerung wurde dies 1919 erstmals bei den Wahlen zur Nationalversammlung der Weimarer Republik gestattet. In den folgenden Jahren kamen Foderungen wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit, der Acht-Stunden-Arbeitstag oder ausreichender Mutter- und Kinderschutz dazu. Forderungen, die aus der sozialistischen Arbeiterinennbewegung hervorgingen.


Der 8. März

Erst 1921 bekam der Internationale Frauentag sein festes Datum. Die 2. Kommunistische Frauenkonferenz legte den 8. März fest. Grund dafür waren einerseits eine Arbeiterinnendemonstration 1917 in St. Petersburg, die unter anderem mitverantwortlich für den Beginn der so genannten Februarrevolution gewesen sein soll. Andererseits sollte damit an den Streik New Yorker Textilaebeiterinnen 1857 erinnert werden, die sich damit erstmals für bessere Arbeitsbedinungen eingesetzt hatten.
In den folgenden Jahren bis zur Machtergreifung Adolf Hitlers demonstrierten die Frauen in Deutschland am 8. März auch für das Recht auf legalen Schwangerschaftsabbruch. Unter der NS-Herrschaft wurde der Internationale Frauentag abgeschafft. Stattdessen fürderten die Nazis den Muttertag - und führten für viel Gebärende das silberne oder goldene Mutterkreuz ein.


Revival in den siebziger und achtziger Jahren

Während in der DDR der 8. März zwar nicht mehr als Frauenkampftag, sondern als "Ehrentag" der Frauen gefeiert wurde, entdeckten ihn die Frauen in der Bundesrepublik erst durch die feministische Bewegung der späten siebziger Jahre als Aktionstag wieder. Sie gingen auf die Straße, um unter anderem für das Recht auf legale Abtreibung zu demonstrieren, gegen Gewalt gegen Frauen und die Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt und in der Politik zu fordern.
Heute, am Beginn des 21. Jahrhunderts, heißt das neue Schlagwort "Chancengleichheit".

Britta Scholtys, tagesschau.de
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